AUF SCHIERN VON DER HÜTTE NACH LANDECK

EINE SCHIROUTE MIT TRADITION

Was früher gang und gebe war, nämlich von der Landecker Schihütte bis nach Landeck mit Schiern abzufahren, ist heutzutage leider selten möglich.  In der Woche vor Weihnachten gab es jedoch genug Schnee, um diese „Wald- und Wiesenabfahrt“ zu machen und daher packte ich (Fuzzi Huber) die Gelegenheit gleich beim Schopf.  Ich genoss die abwechslungsreiche Tourenabfahrt ganz alleine bei herrlichem Sonnenschein und Pulverschnee – ein echtes Highlight!

Hermann Scheiber und Siggi Walch verabschieden mich.

die Urgtalbrücke unterhalb der Hütte

entlang dem Aufstiegsweg zur Hütte hinunter nach Hochgallmigg

Überquerung des Tobels

Blick zur Ochsenalm

beim Kreuzl vorbei nach Stadeleseggi

Von Stadelesegg (1340m), den obersten Häusern Hochgallmiggs, meist zu Fuß oder mit Schi bis zur ersten Kehre.  Von dort geht man zu Fuß gerade die Forststraße weiter, die Häuser rechts liegen lassend.  Foto: Blick zurück zur  Kehre.

vorbei am Holzlagerplatz

Dann teilt sich die Straße und man nimmt den Hohlweg hinab rechts von der Straße.

nun kommt man in Wiesengelände – Blick von oben hinunter – links halten

Blick zurück – man kommt von oben links

Jetzt kommt das Gusto-Stück: man schwingt die schönen Tiefschneehänge gerade hinunter nach Kellerli, zu den Häusern und zur Hochgallmigger Landesstraße.

Blick Richtung Landeck mit Silberspitze, Rauher Kopf und der Ortsschaft Stanz links sowie Ortsteile von Fliess auf der rechten Seite

toller Pulverschnee

Die Landesstraße geht man ca 400 m hinab bis zur Kapelle in der Kehre.

50 Meter unterhalb der Kehre scharf abbiegen in die alte Hochgallmigger Straße

bei genügend Schnee der alten Hochgallmigger Straße entlang per Schi – ansonsten zu Fuß

an einigen Hindernissen vorbei

bis die 1. Kehre kommt, dort geradeaus den Forstweg hinauf

 

am Stadl der Wildfütterung vorbei

Hinter dem Stadl öffnen sich wieder schöne Hänge, hinunter bis zur Straße bzw. dem Fahrradweg von Landeck nach Urgen.

man sieht schon die Reschenstraße auf der gegenüberliegenden Talseite

dieser Zaun versperrt den Weg, „drüberkraxln!“

Hier erreicht man das Ende der Schiroute und  die letzte Hürde, die man überwinden muss.

den Weg Richtung talauswärts nehmen – ca 10 Minuten bis zur Gerberbrücke

Blick zurück

man erreicht die Brücke über den Thialbach

dieser fließt in den Inn

weiter talauswärts

Fotos vom Schloss oben und Beitragsbild:  Roman Huber

Schloss Landeck begrüßt uns. Das Schloss beherbergt ein sehenswertes Heimatmuseum! Es ist einen „Einkehrschwung“ wert.

Letztendlich erreicht man die geschichtsträchtige Gerberbrücke unterhalb dem Schloss. Hier hat Dominikus Tasch im Jahre 1803 den Rest der fliehenden bayrischen Truppen aufgehalten. Im Spanischen Erbfolgekrieg wollten die Bayern den französischen Truppen in Oberitalien zu Hilfe kommen. An der Pontlatzer Brücke vor Prutz wurden sie von den Tiroler Schützenregimentern der umliegenden Gemeinden empfangen und vernichtend geschlagen.   Schon damals lernte man nur wenig aus der Geschichte, denn im Jahre 1809, während der Napoleonischen Kriege, wiederholte sich für die Bayern an der selben Stelle das gleiche Schicksal.

Hier gelangt man nun über die Brücke ins Stadtzentrum von Landeck.

Oder man bleibt auf der selben Talseite und folgt die Straße hinauf nach Perfuchs, vorbei an alten, geschichtsträchtigen Häusern.

Das heutige „Sturmhaus“ – ehemals Pflasterhaus – gilt als eines der ältesten Häuser Landecks.  Die damalige Landstraße ging daran vorbei über die Gerberbrücke.

Bei der Kreuzung beim „Pflasterhaus“ die Straße nach oben nehmend erreicht man das Hotel Sonne, ein gut bürgerliches Haus, wo man sich stärken und sein wohlverdientes Bierchen genießen kann.  Wie sagt doch die schöne Stimme im Autonavigationssystem? „Sie haben das Ziel erreicht!“

ZEITDAUER dieser Abfahrt:      Ich bin nicht „auf Tempo“ gefahren und habe jeden Schwung genossen.  Dabei habe ich eine gute Stunde von der Landecker Schihütte bis zum Thialbach gebraucht.  Früher gab es ein Rennen auf der Strecke vom Schönjoch bis ins Landecker Stadtzentrum – siehe unten.  Dabei fuhren die Rennläufer mit Start am Schönjoch (beim Restaurant Bergdiamant) rechts vom Urgbach bis zur Urgbachbrücke oberhalb Stadelesegg und weiter auf den Wiesenhängen bis Kallerli.  Von dort nahmen sie den Karrenweg nach Landeck.  Eine breite Landesstraße gab es damals noch nicht.

AUS DER SCHIKLUB-CHRONIK

RIESENABFAHRT VOM SCHÖNJÖCHL 

1930 erstmals in der Chronik erwähnt,  fand dieser Abfahrtsmarathon, bezeichnet als  „Riesenabfahrt“, vom  Schönjöchl über die Landecker Schihütte und über Hochgallmigg zum Ziel beim Hotel Post in Landeck statt. Heute steht an der Stelle des ehemaligen Hotel Post das Müller Einkaufsgebäude gegenüber der  Apotheke Hochstöger.    Mit diesem Rennen wurde der Schiwinter eingeleitet.

Franz Zeins siegte in unglaublichen 25,56  Minuten !!!

Franz Zeins  –  Sieger der legendären  „RIESENABFAHRT“ vom Schönjöchl bis ins Zentrum von Landeck.  Den WEISSEN RAUSCH, wie die heutige Langstreckenabfahrt in St. Anton heißt, hat es in ähnlicher Form schon damals in Landeck gegeben.     Franz Zeins war Obmann des SKL in den Jahren  1940-46 und 1949-56

Franz Zeins mit seinem Schikameraden Otto Felbermayer

 

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